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Marktkommentar

September 2017


Notenbankpolitik und Wahlen dominieren den September

 

Der Nordkorea-Konflikt schwelt weiter, aber die Kapitalmärkte blenden es aus. Vermutlich wird das tatsächliche Kriegsrisiko trotz des verbalen Schlagabtauschs als unwahrscheinlich angesehen. Deshalb richtete sich der Fokus wieder stärker auf die Notenbanken, die allesamt im September ihre regulären Sitzungen hatten. Vor allem die EZB wurde mit Spannung erwartet, jedoch ließ sich Draghi noch nicht in die Karten schauen. Die Sorge um einen zu starken Euro und die niedrige Inflation sorgten für eine Wartestellung, aus der sich die EZB vermutlich erst im Oktober heraus bewegen wird. Die US-Notenbank (FED) gab erwartungsgemäß bekannt, ab Oktober mit der Bilanzreduktion zu beginnen. Überrascht hat nur die Bank of England, welche sich nach starken Inflationszahlen restriktiver äußerte.

Im Zusammenspiel mit festeren Konjunkturdaten (vor allem in Europa) und abnehmender Risikoaversion konnten die Aktienmärkte wieder deutlich zulegen. Der deutsche Aktienindex (DAX) gewann im Monatsverlauf ca. 6,4% und der EuroStoxx50 ca. 5,1%. Auch der US-Aktienmarkt (S&P 500) schloss im Plus bei ca. 1,9%. Die mit der EZB-Sitzung rückläufige Erwartung restriktiver Notenbankmaßnahmen führte noch zu fallenden Renditen, aber im Anschluss drehten die Zinsen wieder nach oben, da eine Umkehr der Geldpolitik vermutlich nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben ist. Zusätzlich unterstützt wurde dies von der FED, deren Zinsprognose noch einiges an Platz für Anhebungen lässt, und von restriktiveren Aussagen der Bank of England. Die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen stiegen dementsprechend im Monatsverlauf an, in Deutschland um 0,10% auf ca. 0,46%, in den USA um 0,22% auf ca. 2,33% und in Großbritannien um 0,33% ca. auf 1,37%.

Die EZB hält sich weiterhin sehr bedeckt hinsichtlich der nächsten Schritte und weist im Zusammenhang mit der Euro-Stärke darauf hin, eine Umkehr ihrer Politik nur sehr vorsichtig und langsam anzugehen. Im Ergebnis hat sich jedoch das sehr negative Realzinsniveau zu weit entfernt von der konjunkturellen Entwicklung, was das Umdenken bei der EZB und einen Zinsanstieg weiter begünstigen sollte. Zumal mit dem europakritischeren Ergebnis der Bundestagswahlen der Euro wieder deutlicher korrigieren sollte. Die nächste Sitzung im Oktober wird deshalb entscheidend sein für den weiteren Kurs der EZB, da sie auch nicht „hinter die Kurve“ fallen möchte und das Ankaufprogramm (QE) bei einer Verlängerung im nächsten Jahr an technische Grenzen stößt.

Die Risikoprämien bei Euro-Peripherie- und Unternehmensanleihen bleiben unterstützt, voraussichtlich solange die EZB ihr QE-Programm nicht deutlicher zurückfährt. Schwellenländeranleihen in lokaler Währung entwickelten sich leicht positiv, wobei vor allem die Euro-Korrektur dazu beitrug.

Im Währungsbereich endete vorerst die Euro-Stärke, bedingt durch die sehr zögerliche EZB-Haltung im Verhältnis zu anderen Notenbanken und das Wahlergebnis in Deutschland. Der US-Dollar gewann ca. 0,8% gegen die Gemeinschaftswährung, auch rohstoffgebundene Währungen wie NZD und CAD legten ca. 1,3% und 0,9% zu.

 

 
 
 
 
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