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Marktkommentar

Juni 2018


Italien im Fokus der Marktteilnehmer

 

Nach einer ruhigen ersten Monatshälfte mit sehr positiver Aktienmarktentwicklung kehrte mit Italien hohe Unsicherheit an die Märkte zurück. Eine Regierungskoalition aus Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) und der rechtsgerichteten Lega kam eher unerwartet und führte zu massiven Sorgen hinsichtlich der weiteren fiskalpolitischen Ausrichtung Italiens. Sollten die Wahlversprechen beider Parteien wirklich eingehalten werden, würde das den Staatshaushalt deutlich belasten und zu einer weiter steigenden Verschuldung führen. Zusätzlich gab es noch Störfeuer aus Spanien, wo Regierungschef Rajoy mit einem Misstrauensvotum gestürzt und durch Sanchez ersetzt wurde, der jedoch keine stabile Mehrheit im Parlament hat. Neuwahlen in Spanien wie auch in Italien (falls die Koalition scheitert) sind in näherer Zukunft nicht auszuschließen.

 

Dies führte dazu, dass vor allem italienische Staatsanleihen massiv einbrachen und die Risikoprämien generell deutlich anstiegen. Die Befürchtung einer neuen Euro-Krise ließ  die Gemeinschaftswährung unter Druck geraten und letztendlich gaben auch die Aktienmärkte nach. Der deutsche Aktienmarkt (DAX) blieb im Monatsverlauf noch bei einem Plus von ca. 1,4% (nach temporär über 4%), während das europäische Barometer (EuroStoxx50) mit ca. -2,7% deutlich verlor.

 

Die EZB hält sich zu diesem Thema zurück, wird aber nach höheren Inflationsdaten vermutlich an ihrer abnehmend expansiven Linie festhalten. Es ist nicht davon auszugehen, dass sie in dem Umfeld noch restriktiver wird, aber einen politisch verursachten Renditeanstieg sollte sie auch nicht bekämpfen. Bedingt durch die Risikoaversion fiel die Rendite für 10-jährige Bundesanleihen im Monatsverlauf um ca. 0,19% auf ca. 0,37%, während die Renditen 10-jähriger Peripherie-Anleihen deutlich anstiegen, in Italien um ca. 1,32% auf ca. 2,54% und in Spanien um ca. 0,43% auf ca. 1,14%. Im Zuge dessen gab es auch einen generellen Anstieg der Risikoprämien bei Unternehmensanleihen wie auch im High Yield-Sektor.

 

Die Zinsdifferenz zwischen US-Staats- und Bundesanleihen erhöhte sich mit der Risikoaversion ebenfalls. Entsprechend legte der US-Dollar im Monatsverlauf ca. 3,6% gegen den Euro zu, wobei auch die meisten anderen Währungen gegen den Euro gewinnen konnten. Schwellenländeranleihen in lokaler Währung waren insgesamt schwächer.

 
 
 
 
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